Einführende Worte und Bilder zu Ketten-bildenden Diatomeen

Manche Diatomeen trennen sich nach einer ungeschlechtlichen Vermehrung nicht, sondern haften zusammen und bilden kettenförmige Kolonien. Diese können faden-, band- oder fächerförmig sein. Im Bild oben ist ein Ausschnitt aus einer Kolonie von Melosira spec. zu sehen (zum Vergrößern anklicken). In Kulturen kann man oft derartige Kolonien aus Tausenden von verbundenen Diatomeen beobachten.

Alle nachfolgenden Bilder stammen aus Kulturen. Zur Betrachtung klicke man zunächst auf das angezeigte Bild. Die kleinen Vorschaubilder am unteren Rand des ersten Bildes einer Galerie können durch Anklicken vergrößert werden.

In der folgenden Bildergalerie sind links Kolonien von Gomphonema zu sehen, die überlappende Fächer bilden. Gomphonema sp. ist eine motile Diatomee. Sie kann sich von Kolonien lösen und an anderer Stelle eine neue Kolonie gründen. Vor allem in neu angelegten Batch-Kulturen sieht man diese Gomphonema in Bewegung zwischen den noch jungen Kolonien. Diese Bewegung zwischen solchen Kolonien zeigt das Video links mit 8-fachem Zeitraffer.

Meridion circulare bildet ebenfalls fächerförmige Kolonien, die man rechts daneben erkennt.

Gomphonema sp.

Meridion sp.

 

In der folgenden Bilderserie sind links Bilder einer Eunotia-Kultur abgebildet, in der sich lange bandförmige Ketten bilden. Auch Eunotia ist motil. An anderer Stelle befindet sich ein Beitrag zu ihren komplexen Bewegungungsmustern.

Rechts daneben befinden sich Fotos von Melosira. Zunächst sieht man ein kleines Becherglas mit Nährlösung, in das ein paar Bruchstücke einer jungen Melosira-Kolonie gegeben wurden. Bereits nach wenigen Tagen in geeigneter Beleuchtung zeigt sich ein Gespinst aus langen Kolonien. Dieses wurde mit dem Stereomikroskop in zwei Vergrößerungen aufgenommen. Um einen ausreichenden Kontrast zu erreichen, erfolgten die Aufnahmen im Dunkelfeld. Die ursprüngliche Kolonie war zu diesem Zeitpunkt bereits in einige Bruchstücke zerbrochen.

Eunotia sp.

Melosira sp.


Bilder aus einer Fragilaria-Kultur zeigt die Bildergalerie links unten. Es folgen rechts daneben Bilder einer Diatoma-Kultur (Diatoma ehrenbergii?). Auch diese Diatomee entwickelt in einem Becherglas mit Nährlösung schnell ein Knäuel aus verbundenen Diatomeen. Die Diatomeen liegen nicht parallel nebeneinander, denn sie trennen sich meist nicht vollständig, so dass Zickzack-Formen entstehen.

Fragilaria sp.

Diatoma sp.

 

In der Natur brechen große Kolonien durch äußere Einflüsse wie turbulente Strömungen leicht in Fragmente auseinander, so dass man meist nur kleine Kolonien antrifft. Fragmente können leicht verdriften und bei der Ausbreitung helfen.

 

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