Detritusflocke mit Gyrosigma spec. (40-facher und 60-facher Zeitraffer)

Gyrosigma spec. und Nitzschia sigmoidea in Kultur (4-facher Zeitraffer)

 

Beispiel für eine schwierige Kultivierung (Gyrosigma)

Diatomeen der Gattung Gyrosigma trifft man häufig in Proben aus Bächen und Seen an. Dabei fällt auf, dass sich diese Diatomeen meist in Flocken aus Detritus hin- und her bewegen. Vermutlich nehmen sie dabei Stoffe aus dem Detritus auf.

Isolierte Diatomeen der Gattung Gyrosigma vermehrten sich in unseren Rohkulturen meist nicht. Als erfolgreich stellte es sich heraus, diese Diatomeen mit dem Detritus zu kultivieren. Einige Detritus-Flocken wurden mitsamt Grünalgen, Ciliaten und anderen Diatomeen-Spezies in eine Petrischale mit Nährlösung pipettiert und eine günstige Lichtexposition gewählt. Im Video links oben sieht man eine Flocke aus Detritus (aus dem Bach „Schwarze Rot“), in dem sich Gyrosigma spec. gut entwickelt hat, zunächst unter dem Stereomikroskop und anschließend unter dem inversen Mikroskop mit zwei verschiedenen Vergrößerungsstufen. Mit einer Reinkultur hat dies nichts zu tun, aber die Bedingungen scheinen günstig zu sein.

Gelegentlich kann man Glück haben und die Kultivierung gelingt. Eine Rohkultur wurde mit Nitzschia sigmoidea und einigen Exemplaren der Gattung Gyrosigma aus einem Teich bei Hohenheim (Stuttgart) beimpft. Beide vermehrten sich gut, wie das Video rechts oben zeigt. Es ist sehr einfach, in der folgenden Kultur die beiden Spezies zu trennen. So entstand das Video links (4-facher Zeitraffer). Leider erwies sich die Kultur als wenig stabil und schon nach einigen aufeinander folgenden Kulturen kam die Vermehrung zum Erliegen.

Manchmal füge ich Gyrosigma einer Rohkultur zu. Leider konnte die erfolgreiche Kultivierung bis jetzt nicht wiederholt werden.

 

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